07.09.2002

Nothilfe - Parcour in Neuenkirch

"Aaaaahhh". Der junge Holzhacker sackt zusammmen, greift sich an die blutende Hand. Der Daumen liegt am Boden, das Beil steckt im Holzstock. Seine Schwester, die den Unfall haut-nah miterlebt hat, schreit ebenfalls - sie steht unter Schock. Aus zehn verschiedenen Szenen wie dieser bestand der erste regionale Nothilfe-Parcour, durchgeführt vom Samariterverein Neuenkirch. Neun Samaritervereine aus der Umgebung sowie das Deutsche Rote Kreuz aus Konz nahmen in insgesamt 18 Gruppen am Parcours teil. Mit der Feuerwehr und vielen Frei-willigen standen dem Neuenkircher Samariterverein gegen 100 Personen als Helfer oder Figuranten zur Verfügung. Die Samariter trafen unvorbereitet auf die verschiedenen Posten, schliesslich kann man sich bei einem Unfall auch nicht auf die Situation vorbereiten. Ziel des Parcours war aber nicht nur, dass die Samariter die Praxis üben können, sondern auch das Publikum soll möglichst viel profitieren können. Denn was sonst bei den Samaritern verpönt ist - schaulustiges Publikum an der Unfallstelle - war für einmal erlaubt, ja sogar erwünscht. Der Kantonalpräsident Ruedi Käch lies es sich nicht nehmen die Veranstaltung zu besuchen und zeigte sich erfreut über die grosse Resonanz in der Bevölkerung. Zwar wurde das Ver-halten der einzelnen Gruppen bewertet, auf eine Rangierung verzichteten die Veranstalter jedoch bewusst, vielmehr stand der Plausch im Vordergrund und der Kontakt zu den benach-barten Vereinen. Am Abend fand ein Unterhaltungsabend mit Musik statt. Die Showeinlage des Neuenkircher Vorstandes war grossartig. Der Samariterverein Sempach nahm mit zwei Teams am Parcours teil. Nicht nur wegen dem professionellen Outfit und der Ausrüstung wur-den die Gruppenmitgliedern des SV Sempach in der Sempacher Zeitung mehrmals in Bild und Text erwähnt sondern vor allem durch ihre gute Postenarbeit. Der Erfolg konnte sich sehen lassen und dies ist sicher der unermüdlichen und konsequenten Arbeit des TA's zu verdanken.