13.03.2014

Übung "Mit Köpfchen"

Das TK bot an diesem Abend ein besonderes Highlight für die Samariter. Sie konnten Stefan Schneider, Geschäftsführer der Firma SBS Training & Rettung GmbH verpflichten über das Thema „Mit Köpfchen“ zu referieren.

Die Beeinträchtigung des Gehirns kann sowohl durch einen Unfall wie auch durch Krank-heiten erfolgen. Hirnblutungen, Schlaganfall, Gefässverschluss oder Epi-Anfall sind typische Erkrankungen.

Ein Schädelhirntrauma (SHT) entsteht nicht sondern passiert wie jeder Unfall auch. Pro Jahr ereignen sich ca. 10‘820 SHT mit Symptomen von Hirnerschütterung oder schwerer. 15 % aller Konsultationen auf einer Notfallstation sind Kopfverletzungen, welche auf Verkehrsun-fälle, Freizeitunfälle, Stürze, Gewalt/Verbrechen zurück zu führen sind. Davon sind ca. 20 % schwere SHT. 40% der SHT sind Polytraumas (Mehrfachverletzungen). Speziell ist darauf zu achten, dass 10% aller SHT (1‘800) eine Wirbelsäulenverletzung haben. Beim Schädelhirntrauma ist immer ein steifer Halskragen und die Vacuummatratze inkl. kompletter Fixation angezeigt.

Symptome beachten: Bewusstseinsstörung - Prellmarken, offene Haut – Blutung aus Ohren und Nase „Liquortest“ - Brillen-Monokel-hämatom – Pupillendifferenz.

Erste Massnahmen: ABC-Checkliste – Achsengerechte Kopf-fixation – vollständiger Bodycheck – Prioritäten festlegen – Hals-kragen anlegen – ABC immer sicherstellen - Sauerstoffgabe.

Golden Hour! Die Zeit zwischen dem Unfallereignis und der operativen Versorgung im Zielspital sollte innerhalb einer Stunde geschehen.

Prävention:Helmtragpflicht beim Velofahren, Inlineskaten, Skifahren, Reiten, An-schnallpflicht beim Autofahren. Die Vorbildfunktion der Eltern und Erwachsenen ist enorm wichtig für die Kinder.

Geschäftsführung
Leiter Kurswesen
dipl. Rettungssanitäter/Ausbildner
Rettungsdienst/Notfallst. Kant.Spital OW