17.02.2016

Übung "BLS-AED"

Die vereinsinterne Pflichtübung „BLS-AED“ stand auf dem Programm. Alle zwei Jahre ist diese Ausbildungssequenz obligatorisch zu absolvieren für die Postendienstsamariter. Infolge Aufnahme von mehreren Neumitgliedern in den letzten zwei Jahren war ein Theorieteil zu Beginn unerlässlich.

 In geraffter Form führte Margrit durch den Inhalt des BLS-AED-Kurses. Dabei wurden auch die neuen Guidelines 2015 angesprochen.

Am 15. Oktober 2015 wurden die neuen Guidelines zur kardio-pulmonalen Reanimation von der American Heart Association (AHA) und vom European Resuscitation Council (ERC) zeitgleich veröffentlicht. Diese lösen nach fünf Jahren turnusgemäss die Version aus dem Jahre Jahr 2010 ab. Bis Ende 2016 dauert die Übergangsfrist für die Kursdurchführung nach 2010er Guidelines.

Eine Kernaussage der neuen Guidelines:

 

Der grösstmögliche Fehler besteht in der Unterlassung der Hilfeleistung.

 

Um sicher zu stellen, dass in den zentralen medizinischen Aussagen Einheitlichkeit be- steht, sind die folgenden Lehraussagen verbindlich.

  •  Die eigene Sicherheit der Helfer geht vor.
  • Bei einem Verdacht auf Herzkreislaufstillstand sollen Wiederbelebungsmass- nahmen begonnen werden.
  • Herzdruckmassage hat höchste Priorität und muss rasch begonnen werden.
  • Der Betroffene muss zur Herzdruckmassage flach und auf einer harten Unterlage liegen.
  • Der Druckpunkt liegt in der Mitte des Brustkorbs auf der unteren Hälfte des Brust- beins.
  • Die Kompressionsfrequenz für die Herzdruckmassage ist 100 bis 120 / min.
  • Die Kompressionstiefe für Erwachsene beträgt 5 bis 6 cm. Es wird mit einem Verhältnis von 30 Herzdruckmassagen zu 2 Beatmungen gearbeitet.
  • Das Verhältnis von Druck zu Entlastung beträgt 1:1.
  • Nach jeder Kompression wird der Brustkorb vollständig entlastet, wobei die Hände nicht vom Brustkorb genommen werden
  • Die Herzdruckmassage darf ausser zur Beatmung und Defibrillation (inklusive Analyse) nicht unterbrochen werden.
  • Beatmung Mund zu Mund und Mund zu Nase sind gleichwertig.
  • Die Beatmung erfolgt so, dass eine Brustkorbhebung erkenn-barist.
  • Alle Helfer sollen bei Herzkreislaufstillstand mindestens Herzdruckmassage durchführen.
  • Wenn ein geschulter Helfer in der Lage ist die Beatmung durchzuführen, sollen Herzdruckmassage und Beatmung im Verhältnis von 30:2 erfolgen. Speziell bei Säuglingen und Kindern, sowie bei Ertrunkenen werden idealerweise Herzdruck- massage und Beatmung durchgeführt!
  • Helfer sollen bei der Herzmassage alle 2 Minuten wechseln, um eine Erschöpf- ung und eine Abnahme der Herzdruckmas-sagequalität zu vermeiden.
  • Sind mehrere Helfer anwesend, werden die Elektroden unter laufender Herzmas- sage aufgeklebt.
  • Pausen vor und nach der Defibrillation müssen minimiert werden.
Insbesondere muss die Herzdruckmassage sofort nach der Defibrillation fortgesetzt werden

Die Samariter wurden in drei Gruppen aufgeteilt und konnten an den folgenden Posten ihr Wissen einsetzen..

 

Bei allen Posten war die eigene Sicherheit ein grosses Thema. Wichtig war es für Beat, Margrit und Nadja, dass alle Samariter wieder einmal die Defi-Geräte in den Händen gehalten und alle BLS-AED am Phantom geübt haben.

 

1. Posten: Bewusstlose Person im WC


2. Posten: Stromunfall

 

3. Posten: Autounfall