13.04.2016

Übung "Postendienstmodul"

Alle zwei Jahr weilt der Geschäftsführer der Rettungsschule SBS Training & Rettung Stefan Schneider bei den Samaritern in Sempach. Anita und Stefan Schneider trafen bereits um 19.30 beim Feuerwehrlokal ein. Einiges an Material wurde ausgeladen. Die Themen sind Arbeit auf dem Posten, Sauerstoffabgabe, Wundbehandlung, Patientenbeurteilung.

Vor und für jede Behandlung ist die Patientenbeurteilung das wichtigste Element. Durch diese Beurteilung erfährt der Untersuchende was der Patient braucht und benötigt. Sehr wichtig ist in diesem Moment der Zeitfaktor. Falls es notwendig erscheint sollte der Patient in kurzer Zeit ins Spital gebracht werden um eine professionelle Behandlung zu erhalten (kein dökterle auf dem Posten).

Stefan Schneider bestärkte die Samariter darin Sauerstoff abzugeben. Er sprach über die ewigen Diskussionen der Kompetenzen. Sauerstoff ist grundsätzlich lebensrettend und nur in wenigen Fällen kontraindiziert. Also Sauerstoffanwendung ja und nicht zu wenig.

 Im Zusammenhang mit Sauerstoffabgabe kam auch das Thema Alkohol in die Diskussion. Stefan ist klar der Meinung, dass stark Alkoholisierte ins Spital gehören. Die korrekte Über-wachung ist dort gegeben (erbrechen - ersticken). Die Rettungssanitäter müssen auch stark Alkoholisierte abholen zur Spitaleinweisung. Besser einmal zu viel den Notruf 144 anrufen als zu wenig. Leider wird bei diesem Thema immer wieder die Kostenfrage angesprochen, dies ist so lange nicht von Bedeutung, so lange nicht klar ist ob eine Gefährdung des Patienten ausgeschlossen werden kann.

 Die Samariter wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Stefan thematisierte Sauerstoffabgabe, Lagerung, Betreuung alles in praktischer Anwendung. Anita schminkte 4 verschiedene Fall- beispiele pro Gruppe. Die Moulagen von Anita brachten eine wahrliche Echtheit in die Lösung des Falles. Wie immer war die Begeisterung über die praktische Arbeit gross.

Das TK wünscht sich noch mehr Mut spontan mitzuarbeiten bei den praktischen Arbeiten, hier dürfen auch Fehler gemacht werden. Der Lerneffekt aus den Fehlern ist am besten. Also die Angst der Blamage überwinden, weil es keine Blamage ist und gibt. Nur wer aktiv mitmacht kennt seine Fehler und lernt neu dazu.

Ein wirklich gelungener Abend. Wie wir Stefan kennen hat er auch dies Mal die Übung um fast 30 Min. überzogen. Aber niemand hatte ein Problem damit, da der Abend so spannend, lehrreich und unterhaltsam war. Wir freuen uns auf die nächste Übung mit euch.

 

Herzlichen Dank an Anita und Stefan.