16.11.2016

Arztvortrag "Migräne"

An Stelle eines internen Arztvortrages wurde Eine öffentliche Veranstaltung zum Thema „Migräne“ ausgeschrieben. In der Person von Frau Dr. med. Petra Stellmes konnte eine sehr kompetente Referentin gefunden werden. Als Fachärztin für Neurologie mit eigener Praxis und jahrelanger Tätigkeit am Kantonsspital Luzern erwies sie sich als Glücksfall für den Abend.

Der Saal im Alterswohnheim Meierhöfli Sempach war sehr gut besetzt.

Migräne – Leid mit vielen Gesichtern.

Kopfweh ist nicht gleich Kopfweh: die Fachwelt unterscheidet zwischen mehr als 200 Schmerztypen. Die vier wichtigsten Kategorien und ihre Symptome.

Migräne

Ausschlagende Symptome bei der Migräne sind nicht nur Kopfschmerzen, sondern Begleit-erscheinungen wie Licht-, Lärm- und Geruchsüberempfindlichkeit, aber auch Übelkeit und Erbrechen. Typischerweise treten diese Symptome selten gleichzeitig auf.

Cluster-Kopfweh

In der Regel treten Cluster-Kopfwehschmerzen einseitig und am häufigsten nachts zwischen ein und zwei Uhr auf. Meist erleidet man innerhalb von 24 Stunden ein bis drei extrem schmerzhafte Attacken, und dies über einen Zeitraum von vier bis acht Wochen.

Spannungskopfweh

Zu den Beschwerden am Kopf gehören Spannungskopfschmerzen. Der initiale Mechanismus der Schmerzentstehung ist unklar. Die Schmerzen umfassen den ganzen Kopf. Es tritt weder Übelkeit noch Lichtempfindlichkeit auf. Die Stärke kann variieren.

Andere primäre Kopfschmerzen

Die Ursache bei primären Kopfschmerzen ist nach wie vor unklar, während sekundäres Kopf-weh beispielweise auf Stirnhöhlen- oder Hirnhautentzündungen zurückzuführen oder eine Folge von Ausseneinwirkungen ist.

Über eine Million Menschen im Alter von 12 bis 60 Jahren leiden in der Schweiz an Migräne. Doch das wirklich Tragische ist, dass viele – auch schwere – Migräneanfälle nicht oder nicht richtig behandelt werden, weil sie von den Betroffenen nicht als solche erkannt werden.

Migräne ist in den meisten Fällen eine Familiensache. Unabhängig davon, ob es selber von Migräne betroffen ist, wird das Umfeld in Mitleidenschaft gezogen. Denn Migränepatienten brauchen vor allem eins: Ruhe. Bei schweren Fällen helfen verschreibungspflichtige Medikamente. Migräne zählen zur primären Form von Kopf-schmerzen, deren Ursache nicht klar ist.