28.08.2016

Vereinsausflug 2016

Besuch eines kühlen und geheimnisumwitterten Ortes tief im Rigifelsen bei Vitznau.

Eine kleine Schar aufgestellter Samariter und Samariterinnen mit ihren Familienangehörigen besammelte sich am Sonntag, 28.August um 8.15 Uhr am Bahnhof Sempach-Station. Es ging nicht lange und ein herzliches Hallo tönte über dem Perron. Unser Nachbarsverein, der Sa- mariterverein Hildisrieden nutzte diesen herrlich warmen Sommertag auch für ihren Vereins- ausflug. Eine kurze Zugsfahrt brachte die aufgestellte Schar rasch nach Luzern.

Am Landungssteg der Vierwaldstätter Schifffahrtsgesellschaft wartete bereits der Raddampfer „Uri“. In Vitznau durften die Samariter aussteigen und nach einem kurzweiligen Marsch wurde das Tagesziel erreicht, die Festung Vitznau.

Unser Festungsführer Werni Kaiser fuhr bereits den Apéro in einem Migroseinkaufwägelchen aus der Festung. In gemütlicher Runde war die Stärkung sehr willkommen, konnte doch auch die Zeit genutzt werden um sich mit warmer Bekleidung einzudecken. Denn von nun an ging es in die Festung mit seinen Temperaturen um 12°C. In einer rund 2 stündigen Führung informierte Werni über die Geschichte dieses einmaligen Bauwerkes.

Die Artilleriefestung wurde während des 2. Weltkrieges als Teil der berühmten Gotthard-festung in den Rigifels getrieben. Jahrzehntelang war sie unter strenger Geheimhaltung jeder-zeit kampfbereit. Seit der Ausmusterung 1998 hat auch die Bevölkerung Gelegenheit Kavernen, Munitionshallen, Stollen, Kasematten und Geschützstände unter kundiger Führung zu entdecken. Rund 500 m Stollen, gigantische Munitionslager, Kanonenstellungen, ein Kraft-werk, Werkstätten, Operationssaal, ein kleines "Hotel" und vieles mehr wurde besichtigt. Eine weitere Sehenswürdigkeit war die historische Sonderausstellung "Die Schweiz im 2. Welt-krieg".

Zuhören und Laufen gab auch Hunger. Zum währschaften Militärmenü verschob sich die Be-sucherschar in die beheizte Soldatenstube tief im Rigiberg. Älplermagronen mit Apfelmus und zum Dessert eine Riesencremeschnitte mit Schweizerkreuz. Das obligate Festungskaffee «im Chacheli» (Zwetschgen, Kirsch, Träsch) durfte zum Abschuss des Dessert nicht fehlen. Zurück am See ging die Reise weiter auf dem See. Die Wartezeitde mit den neuesten Nach-richten aus Estavayer vom Schwing- und Älplerfest überbrückt. Mit Alphornpbläser auf dem Dampfschiff Gallia wurden die Samariter empfangen. In Weggis unterbrach die Ausflugs-leitung die Schifffahrt und es wurde auf Schusters Rappen nach Hertenstein am See entlang gewandert.

Mit dem Motorschiff Schwyz ging es in Richtung Luzern, wo der Zug nach Sempach bereits wartete. Der Abschluss bildete ein kleiner Umdrunk in der Pizzeria La Pista. Alice und Werner Rettig gebührt der Dank aller Samariter für die ausgezeichnete Organisation dieser Vereins-reise.