Vereinschronik 2016

„ Mer send bi de Lüt “

 

Unter dem Motto „Mer send bi de Lüt“ wurde das Jahresprogramm vom TK ausgearbeitet. Einerseits wollten die Samariter vermehrt Präsenz zeigen in der Öffentlichkeit. Sei dies an

Übungen im Städtchen, an Postendiensten und mit einem öffentlichen Arztvortrag. Anderer-seits mit dem Anspruch, dass die Samariter auf der Höhe ihres Könnens und Wissens sind. Und ihre Aufgaben mit Professionalität erfüllen.

 

Durch die grosszügige Unterstützung seitens der Bevölkerung haben wir die Möglichkeit unsere Kurse, Übungen, Ausbildung und Ausrüstung auf den neusten Stand zu halten. An den vielen, durch das Kader, ausserhalb des Vereins besuchten Übungen und Veranstal-tungen im verflossenen Vereinsjahr hat sich gezeigt, dass nur gut ausgebildete Ersthelfer eine Stütze der Profiretter sind und dadurch können sie auch wirkungsvoll den Mitmenschen helfen. Einige Mitglieder hatten die Möglichkeit an einem Nothilfe-Training bei der Sanarena in Zürich sowie am Partnertag der REGA in Sempach teilzunehmen. Die Rettungsschule SBS verfeinerte die Arbeit auf dem Sanitätsposten, Sauerstoffabgabe, Wundbehandlung sowie Patientenbeurteilung. In einer Gemeinschaftsübung mit dem Samariterverein Neuenkirch wurde ein spannender Foto-OL im Städtchen mit vielen wissenswerten Fragen durchgeführt. Der öffentliche Arztvortrag zum Thema „Migräne“ von Frau Dr. Petra Stellmes fand bei der Bevölkerung grossen Anklang. Die bekannte Heilpflanzenkennerin Melani Küpfer aus Escholzmatt brachte den Samaritern die Welt der Heilkräuter näher. Die Verwendung der Heilkräuter zur Heilung von Beschwerten hat eine lange Geschichte. Schon er bekannteste Tiroler, Ötzi, hatte in seinem Gepäck Heilkräuter und dies 3‘300 Jahren vor Christus. Der neue Samariterkurs wurde als Aufschulung in die  Übungstätigkeit integriert.

 

Die Moulagegruppe wurde bei den verschiedenen Übungen und Kurse eingesetzt.

 

Von der Bevölkerung werden die Dienstleistungen des Krankenmobilienmagazins (KMM) in

der Seevogtey sehr geschätzt. Auf Grund der hervorragenden Auslastung konnten die Kosten für die Mietgegenstände sehr niedrig gehalten werden, was wiederum den Kunden zu Gute kam. Auf den zustehenden Gemeindebeitrag konnte erneut verzichtet werden. Die Ausleih-gegenstände werden stetig den wachsenden Bedürfnissen angepasst und ergänzt.

 

Die Blutspendeaktionen „Spende Blut – Rette Leben“ des Samaritervereins, mit Unterstütz-ung unseres Nachbarvereins aus Hildisrieden, verzeichnete 2016 eine fast 10% Zunahme bei den Spendewilligen (516 Spender) aus Sempach und Umgebung. Durch das schöne Wetter im Sommer und Herbst konnten nicht genügend Menschen motiviert werden, Blut zu spenden. Die Lagersituation war bis Ende Jahr sehr angespannt. Die Zusammenarbeit mit dem Samariterverein Hildisrieden auf diesem Gebiet war sehr gut.

 

Bei zahlreichen Veranstaltungen, mit über 370 Postendienststunden inklusiv Hellebarden-lauf, übernahm der Samariterverein für die verschiedenen Organisatoren die Verantwortung beim Sanitätsdienst. Zunehmend dauern die Dienste bis in die frühen Morgenstunden hinein. Durch die Delegation des Notfalldienstes der niedergelassenen Ärzte an die Spitäler wird die Unter-stützung der Samariter nicht einfacher bei einer nächtlichen Notfallleistung. Einige Samariter halfen auch bei andern Rettungsorganisationen und Nachbarsvereinen bei Postendienstver-anstaltungen aus. Die kurzfristigen Postendienstanfragen stellen den Verein oft vor grosse personelle Probleme.

 

Neben dem eher ernsten Samariteralltag durften auch einmal die Geselligkeit und der Spass Einzug halten. Sei dies beim Spalierstehen bei Hochzeiten oder Bäumliaufrichten von Ge-burten. Der Chlaushock im gemütlichen Rahmen mit Gesellschaftsspielen sorgte für einen entspannenden Jahresabschluss. Der Vereinsausflug an einen kühlen und geheimnisum-witterten Ort tief im Rigifelsen bei Vitznau war sensationell. Zu den üblichen Notfälle bei Klein-kinder-, Nothilfe-, BLS-AED- und Repé-Kursen wurden für Organisationen, Firmen, Betriebe und Vereine massgeschneiderte Spezialkurse angeboten, welche auf die jeweiligen Bedürf-nisse abgestimmt waren.

   

Jahreschronik 2016.pdf
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