20.09.2017

Übung "Besuch Rettungsdienst NRZ 144"

Am frühen Abend begrüsste uns Peter Amstutz, Stellvertreter Notrufzentrale im Kantonsspital Luzern zur Präsentation und Führung durch die Notrufeinsatzzentrale.

Der Rettungsdienst stellt sich vor

Der Rettungsdienst des LUKS ist der grösste Rettungsdienst der Zentralschweiz und betreibt den fachlich getrennten Sanitätsnotruf 144 Zentralschweiz. Er beschäftigt über 100 Rettungs- sanitäter und Notärzte an insgesamt drei Standorten. Aktuell werden 20 Rettungssanitäter und -sanitäterinnen sowie 16 Notärzte ausgebildet. Vom Interverband für Rettungswesen ist der Rettungsdienst zertifiziert und anerkannt.

Alarmierung und Aufgebot

Ein Notruf wird dem Sanitätsnotruf 144 Zentralschweiz gemeldet. Ein freies Rettungsteam, bestehend aus zwei Rettungssanitäterinnen oder -sanitätern, wird von der Notrufzentrale alarmiert und fährt mit einem Rettungswagen – je nach Dringlichkeit mit oder ohne Sonder-signal zum Einsatzort. In bestimmten Fällen wird das Team von einem Notarzt unterstützt.

In der Zentralschweiz werden in einigen Kantonen bei speziellen Krankheits- oder Verletzten-mustern parallel dazu ein First-Responder-Team aufgeboten. Welche die ersten Massnahmen vor Ort einleiten um die Interventionszeit zu verkürzen.

Das Rettungsteam vor Ort

Vor Ort wird der Patient entsprechend seiner Erkrankung oder Verletzung behandelt. Das Rettungsteam wählt, falls möglich in Absprache mit dem Patienten, ein geeignetes Zielspital

aus. Während des Transports wird der Patient kontinuierlich überwacht, es werden gege- benenfalls weitere Versorgungsmassnahmen getroffen. Das Rettungsteam übergibt den Patienten an das Personal der jeweiligen Notfallstation.

Bei der Führung durch die Einsatzzentrale konnte ein Einsatz durch eine Disponentin live mit verfolgt werden. Vom Anruf bis zum Eintreffen der Ambulanz vor Ort. In der Fahrzeug- und Einsatzhalle erklärte uns eine angehende Rettungssanitäterin die

Ambulanz und das dazugehörige Equipment sowie den Ablauf beim Ausrücken wie auch das Retablieren nach dem Einsatz. Ein interessantes und an Brisanz zunehmendes Thema ist die Gewalt im Rettungsdienst ausgehend von den Patienten. Dies kann bei nächtlichen Einsätzen auch Samariter treffen.