11.01.2017

Übung "BLS-AED"

Das Vereinsjahr startet mit bereits mit einem vollen Programm. Jeder Postendienstsamariter muss im Verlauf des Jahres den Nachweis erbringen, dass er oder sie die notwendige Aufschulung für diese Tätigkeit erbracht hat .Neu umfasst die Repetition des BLS-AED-Kurses auch für die Samariter 3 Stunden. Somit fing die Übung bereits um 19.30 Uhr an.

In einer 1 stündigen Einführung erklärte Margrit die Kernaussagen zu den neuen Guidelines.

Die einzelnen Blöcke der Aufschulung wird für jeden Samariter auf der Plattform des Interverbands für Rettungswesen IVR erfasst und kann jederzeit überprüft werden.

Am 15. Oktober 2015 wurden die neuen Guidelines zur kardio-pulmonalen Reanimation von der American Heart Association (AHA) und vom European Resuscitation Council (ERC) zeitgleich veröffentlicht. Diese lösen nach fünf Jahren turnusgemäss die Version aus dem Jahre Jahr 2010 ab. Bis Ende 2016 dauert die Übergangsfrist für die Kursdurchführung nach 2010er Guidelines.

Eine Kernaussage der neuen Guidelines:

 

Der grösstmögliche Fehler besteht in der Unterlassung der Hilfeleistung.

 

Um sicher zu stellen, dass in den zentralen medizinischen Aussagen Einheitlichkeit besteht, sind die folgenden Lehraussagen verbindlich.

  • Die eigene Sicherheit der Helfer geht vor. Bei einem Verdacht auf Herzkreislauf-stillstand sollen Wiederbelebungsmassnahmen begonnen werden
  • Herzdruckmassage hat höchste Priorität und muss rasch begonnen werden
  • Der Betroffene muss zur Herzdruckmassage flach und auf einer harten Unterlage liegen
  • Der Druckpunkt liegt in der Mitte des Brustkorbs auf der unteren Hälfte des Brust-beins
  • Die Kompressionsfrequenz für die Herzdruckmassage ist 100 bis 120 / min.
  • Die Kompressionstiefe für Erwachsene beträgt 5 bis 6 cm. Es wird mit einem Ver-hältnis von 30 Herzdruckmassagen zu 2 Beatmungen gearbeitet
  • Das Verhältnis von Druck zu Entlastung beträgt 1:1
  • Nach jeder Kompression wird der Brustkorb vollständig entlastet, wobei die Hände nicht vom Brustkorb genommen werden
  • Die Herzdruckmassage darf ausser zur Beatmung und Defibrillation (inklusive Analyse) nicht unterbrochen werden
  • Beatmung Mund zu Mund und Mund zu Nase sind gleichwertig
  • Alle Helfer sollen bei Herzkreislaufstillstand mindestens Herzdruckmassage durchführen
  • Wenn ein geschulter Helfer in der Lage ist die Beatmung durchzuführen, sollen Herzdruckmassage und Beatmung im Verhältnis von 30:2 erfolgen. Speziell bei Säuglingen und Kindern, sowie bei Ertrunkenen werden idealerweise Herz-druckmassage und Beatmung durchgeführt
  • Helfer sollen bei der Herzmassage alle 2 Minuten wechseln, um eine Erschöpfung und eine Abnahme der Herzdruckmassagequalität zu vermeiden
  • Sind mehrere Helfer anwesend, werden die Elektroden unter laufender Herz-massage aufgeklebt
  • Pausen vor und nach der Defibrillation müssen minimiert werden
  • Insbesondere muss die Herzdruckmassage sofort nach der Defibrillation fortgesetzt werden
Im praktischen Teil wurde die Technik aufgefrischt und verfeinert. Die Samaritermussten im Rotationsprinzip die gestellten Posten-arbeiten in Gruppen als Team erledigen.

Bei allen Posten war die eigene Sicherheit das oberste Ziel. Wichtig war es für Beat, Margrit und Nadja, dass alle Samariter immer wieder die Defi-Geräte und Amubeutel in den Händen hielten und alle die Reanimation (BLS-AED) am Phantom geübt hatten. Sei dies mit der Ein-helfer- oder Zweihelfermethode.

 

1. Posten: Herzinfarkt während der Arbeit

2. Posten: Stromunfall

3. Posten: Wie reanimiere ich eine Person, welche erbricht?