21.02.2018

Übung "BLS-AED-SRC"

In einer 1 stündigen Einführung ging Beat auf die wichtigsten Abläufe und Aspekte der Reani-mation BLS-AED-SRC ein. In einer PowerPoint-Präsentation wurden das Vorgehen und die Gefahren der Reanimation erläutert.

Anschliessend stand die praktische Umsetzung des gelernten im Vordergrund. Bei einem Stromunfall wurde das korrekte Vorgehen geübt.

  • Den Stromzufluss schnellstmöglich unterbrechen. Hauptschalter oder FI betäti-gen, Kabel ausstecken!
  • Schalten Sie die Stromquelle aus, bevor Sie die betreffende Person berühren, es best Lebensgefahr! Falls dies nicht möglich ist, trennen Sie den Betroffenen mit einem nicht metallischen Gegenstand von der Stromquelle. Ihre Hände und der Gegenstand müssen dabei trocken sein.
  • Auf die eigene Sicherheit sollte dringend geachtet werden.
  • Vergewissern Sie sich, dass die betroffene Person bei Bewusstsein ist.
  • Bei bewusstlosen Personen ist die Sicherstellung von Atmung und Herz-Kreislauf-funktion vorrangig. Gegebenenfalls ist die sofortige Herz-Lungen-Wiederbelebung einzuleiten
  • Den Notruf 144 verständigen.
  • Wenn Verbrennungen zu erkennen sind, die verbrannte Haut mit kaltem Wasser kühlen

Jeder Stromverletzte sollte, auch wenn er äußerlich unverletzt erscheint und bei vollem Be-wusstsein ist, wegen der Möglichkeit von Herzrhythmusstörungen unbedingt ins Kranken-haus gebracht werden. Das gilt besonders bei Unfällen mit Kindern!

 

Die Praxis der Drogennotfälle zeigt die schockierenden Schattenseiten, die der unreflektierte Konsum von legalen wie illegalisierten Substanzen bereit hält - in psychologischer wie in

pharmakologischer Hinsicht.

In einer Toilette wird ein nicht ansprechbarer Drogenabhängiger mit einer Spritze im Arm auf-gefunden. Rund um die Person liegt verstreut das Drogenbesteck. Der Boden um das Pissoir ist nass. Was ist zu tun? Eigenschutz des Helfers hat oberste Priorität. Alarmierung des Ret-tungsdienstes. Drogenkonsum ist selbst dann mit Risiken verbunden, wenn Safer-Use-Regeln befolgt werden. Ob eine Person durch den Konsum von Drogen in eine Notfallsituation gerät, ist für die Ersthelferin/den Ersthelfer nicht entscheidend: Erste Hilfe wird immer nach Symptomen geleistet! Am Telefon 144 müssen nur die Symptome geschildert und von Drogen muss nichts erzählen werden. Wenn über Drogenkonsum berichtet wird, kann es sein, dass die Polizei mitkommt. Das wird allerdings in verschiedenen Städten unterschiedlich gehand-habt. Vor Ort dem Notarzt/Notärztin mitteilen, welche Substanzen allenfalls konsumiert wur-den (sofern bekannt), er/sie ist ebenso wie der Rettungsdienst an die gesetzliche Schweige-pflicht gebunden!

 

Das Auffinden einer Person in der Nacht ist nicht einfach. Die Umgebung ist unübersichtlich und schlecht beleuchtet. Für die Anwendung des Defibrillators gibt es wichtige Merkmale. Der Untergrund soll elektrisch nicht leitend sein (weder Nässe noch Metall). Der Patient muss trocken sein sonst werden die Kleider ausgezogen und ihn trocken gerieben.

 

Als postendienstleistender Samariter kennt man die Partystimmung an den Festen. Ein Per-sonengedränge schummriges Licht, laute Musik und Alkohol in Strömen. Die Security rufen die Samariter zu einem Patienten. Beim Eintreffen der Helfer erbricht er und wird bewusstlos. Ein Kreislaufstillstand ist die Folge. Ein Szenarium, das jeden Samariter treffen kann. Selbst-schutz, Alarmierung und Reanimation ist angesagt.

  

1. Posten: Drogenabhängiger in der Toilette

2. Posten: Stromunfall

3. Posten: Wie reanimiere ich eine Person, welche erbricht?

4. Posten: Auffinden eines Patienten