30.06.2018

Hellebardenlauf

Der 37. Hellebardenlauf fand bei hochsommerlichen Temperaturen statt. Marathon-spezialistin Susanne Rüegger läuft bei den Frauen als überlegene Siegerin ins Städt-chen Sempach ein.

Am Freitag vor dem Hellebardenlauf wurde bekannt, dass innert weniger Tage eine Jog-gerin zwei Mal von Mäusebussarden von hinten aus der Luft angegriffen wurde. Das erste Mal passierte es ihr in Rothenburg, das zweite Mal in Richtung Adelwiler-wald (Laufstrecke) Sempach Station. Die Problematik ist der Vogelwarte Sempach bekannt: «Die unerwarteten Angriffe erfolgen fast immer von Mai bis Juli, wenn die Vögel Junge haben. Kommt ein Jogger zufälliger-weise in der Nähe des Horstes oder nahe bei ei-nem frisch ausgeflogenen Jungvogel vorbei, sehen die Altvögel in ihm eine Gefahr», ist auf der Webseite der Vogelwarte zu lesen.

Am Hellebardenlauf werden die Sieger des Hauptlaufes traditionell mit einer Hellebarde ausgezeichnet. Am Samstag liefen die Zuger Marathonspezialistin Susanne Rüegger sowie der in Herren-schwanden wohnhafte Mekonen Tefera als Erstplatzierte im Städt-chen Sempach ein und durften sich über diesen speziellen Preis freuen. Da die Zugerin bereits mehrere Hellebarden zu Hause hat, entschied sie sich für das Preisgeld. Sie be-nötigte für die 12,2 Kilometer lange Strecke 45:42 Minuten, Tefera war nach 39:36 Minuten im Ziel. Als bester Innerschweizer klassierte sich Roger Küng auf Rang vier. Die Siege im 5,8 Kilometer langen Hellebardino gingen an die Einheimische Karin Peter und den Ruswiler Pedro Carvalho Cardoso.

Rund 1300 Läuferinnen und Läuferhaben am Hellebardenlauf teilgenommen. Somit ver-zeichnete der Traditionslauf eine stattliche Anzahl Teilnehmende.

Die Bedingungen in Sempach waren gut, eitel Sonnenschein begleitete die Läuferinnen und Läufer. Da die Luft trocken war und eine leichte Brise wehte, fielen die hohen Temperaturen nicht ganz so stark ins Gewicht. Dennoch zollte die Sommerhitze beim einen oder anderen ihren Tribut.

Ab 14 Uhr fanden im schönen Städtli bereits die Schülerläufe statt. Diese sind nach wie vor sehr beliebt. Kein Wunder, denn es winkte doch allen, die das Ziel erreichen ein kleiner Pokal. 50 von der Migros gesponserte I'M fit-Teams (mindestens fünf Schülerin-nen oder Schüler) starten übrigens gratis sowie alle Kinder, welche die Anmeldung per Internet durchführten.

Der Posten „Ochsentor“ verzeichnete während den Schülerläufen. vier Patienten mit Schürfung, Schnittwunden und Erschöpfung (Erbrochen). Der Posten „Luzerner Tor“ musste eine erwachsene Person zum Nähen beim Vereinsarzt einliefern.

Beim Hauptlauf mussten von den Aussenposten „Jagdhütte“ und „Allmend“ keine Einsätze geleistet werden. Beim Luzerner Tor wurden 14 Personen medizinisch betreut (Erschöpfung, Übelkeit, Schnittwunden, Zerrungen). Einen grösseren Einsatz beim Lauf ergab es mit einem Läufer, welcher beim Löwendenkmal einen epileptischen Krampfanfall erlitt. Die Ambulanz 144 ordnete eine Spitaleinweisung mit der Rega an.

Ausserhalb des Laufes wurde am Städtlifest durch einen anwesenden Samariter eine Patientin mit Kreislaufproblemen und ein Kind mit einem blutenden Zehn in Zusam-menarbeit mit dem Apotheker Cyril Faden verarztet.