18.September 2019

Disability: Der neurologische Zustand

Nach Kreislauf und Atmung folgt die Beurteilung des neurologischen Zustandes („Disability“). Das „D“ im (c)ABCDE-Schema berücksichtigt Schädigungen des Zentralen Nervensystems (ZNS), also von Gehirn und Rückenmark. Sie entstehen durch äussere Einwirkungen, bei-spielsweise durch direkte und indirekte Kräfte bei Unfällen oder starker Hitze. Gleichzeitig gilt es, mögliche innere Ursachen zu berücksichtigen: etwa Vergiftungen durch Medikamente, Al-kohol oder Rauchgase.

Auch Stoffwechselentgleisungen (Unterzuckerung), Infektionen des Nervensystems, Schlag-anfälle sowie weitere Erkrankungen können eine ZNS-Schädigung verursachen. Bei verun-fallten Patienten ist daher stets zu bedenken, dass eine Bewusstseinsveränderung sowohl Folge als auch Ursache des Unglücks sein kann.

Zur Abschätzung der Schwere einer Bewusstseinsstörung eignet sich beim Erwachsenen der Glasgow Coma Scale (GCS). Augen öffnen, verbale Reaktion und beste motorische Reaktion werden mit einem Punktesystem bewertet.

Achtung: Nicht jeder Patient mit offenen Augen ist „wach“!

Und: Eine fehlende Reaktion auf Ansprache kann auch an einem verminderten Hörvermögen liegen!

Absolute Pflicht ist bei Bewusstseinsstörungen die Bestimmung des Blutzuckers. Da die Sa-mariter in der Regel ein Blutzuckermessgerät im Postenwagen mitführen, können diejenigen Samariter, die es sich zutrauen eine Messung durchführen. Natalie instruierte die Samariter im Umgang mit dem Blutzuckermessgerät.

Zusätzliches Ziel bei Natalie war, dass jede und jeder einen Helm korrekt entfernen und den Halskragen befestigen kann.

Bei Beat wurde der Umgang mit einem bewusstlosen Patienten aufgefrischt, der eine Wirbel-säulenverletzung hat und zu dritt korrekt auf die Seite gedreht wird.