16.09. 2020

Arztvortrag "Corona: Facts and Fakes"

Aus aktuellem Anlass wählte unser Vereinsarzt Dr. Cyrill Bühlmann das Thema «Corona: Facts and Fakes».

Als Einstieg wurde definiert was eine Pandemie, Epidemie und Endemie ist. Was sind Viren und Bakterien, wer braucht einen Wirt zum Fortbestand. Zur Gruppe der Viren gehören: Corona, HIV, Influenza (Grippe), Hepatitis A+B. 

Coronaviren wurden bereits im Jahre 1966 entdeckt. Für den Menschen sind bis heute 7 Arten gefährlich. Die wichtigsten sind SARS (2003), MERS (2012) und COVID19 (2019). Das SARS-Virus «SARS-CoV-1», wurde in Südchina von Zibetkatzen auf Menschen sowie das MERS-Virus, auf der Arabischen Halbinsel von Dromedaren auf Menschen übertragen.

Der örtliche Ursprung der Coronavirus-Epidemie in China ist wahrscheinlich ein Markt der zentralchinesischen Stadt Wuhan. Dort wurden nebst Fisch auch Fledermäuse, Schlangen und weitere Wildtiere gehandelt. Das Virus wurde von Tieren, wahrscheinlich von Fleder-mäusen oder indirekt via Schuppentiere, auf den Menschen übertragen. Seither wird das Virus von Mensch zu Mensch übertragen. Die chinesischen Behörden haben den Markt An-fang Januar 2020 geschlossen.

Erkrankungen mit dem neuen Coronavirus können unterschiedlich verlaufen. Manche Men-schen haben keine Symptome oder merken kaum, dass sie krank sind. Andere benötigen eine intensive Behandlung im Spital.

SARS-CoV und 2019-nCOV infizieren die Zellen des Respirationstraktes. Dies führt zur systemischen Erkrankung, bei der Viren auch in Blut, Urin und Stuhl nachweisbar sind. Die krankhaften Veränderungen des Gewebes finden sich unter anderem auch in der Lunge wieder.

Der Arzt brachte auch ein Entnahmetestkit mit. Der Test erfolgt heute vorwiegend über den Direktnachweis und nur noch selten über den Antikörpertest.

Unter dem Stichwort «Epidemiologie» wurde die RO-Reproduktion, Positivitätsrate, Letalitäts-rate, sowie die aktuelle Lage der Schweiz und im Besonderen im Kanton Luzern erörtert. 

Bei den Coronaviren handelt es sich um behüllte RNS-Viren (RNS = Ribonukleinsäure). Das heisst: Sie haben eine Lipidhülle (einen Fettfilm), die sich durch Seife und Wasser oder durch Desinfektionsmittel auflösen lässt. Dadurch werden die Viren inaktiviert. Abstand halten, Hygieneregeln beachten und Maskentragen wo not-wendig sind die wichtigsten Schutzmass-nahmen.

Nach dem Vortrag konnten sich die Samariter selber überzeugen, wie gründlich sie ihre Hände desinfizieren. Natalie brauchte eine «Händedesinfektion SET Schulungsbox Hygiene Training» mit. Nach dem Desinfizieren konnten in der Box unter UV-Licht die Hände ange-schaut werden. Wo weiss sichtbar war, war die Haut nicht mit Desinfektionsmittel bedeckt.

Rückblick:

Sanitätsdienst am TCS Festival vom vergangenen Wochenende. Neben kleineren Wund-versorgungen galt es einen vermuteten Schulterbruch infolge Sturzes aus einem Wohnmobil zu versorgen.

Coronaschutzkonzept:

Der Präsident stellte das Schutzkonzept für den Sanitätsdienst vor, wie es am TCS Festival angewandt worden ist.

  • Hygienebox mit allen notwendigen Utensilien und Unterlagen
  • Sanitätsdienst nur noch mit Postenwagen und Zelt
  • Zutritt zum Postenwagen nur noch für Samariter
  •  Behandlung der Patienten im Zelt mit Einbahnverkehr
  • Patienten werden nach dem Gesundheitszustand gefragt und bei Bedarf die Temperatur ge-messen
  • Patienten tragen Schutzmasken, Samariter mit Schutzmasken sowie Handschuhe