14.10. 2020

Übung "Im Strassenverkehr"

Ohne Theorieeinführung ging es nach draussen an die Arbeit. Bei der Arbeit an Patienten konnte das Gebot «Abstand halten und Hygiene» nicht eingehalten werden. Coronakonform wurde mit Schutzmaske und Handschuhen gearbeitet. 

Fast livemässig konnten die Samariter zusehen, wie eine Autofahrerin ein Kind anfuhr. Handeln war gefragt. Schadenplatzorganisation, Selbstschutz, Alarmierung und Patienten-betreuung waren die Stichworte.

Das Kind hatte eine offene Kopfverletzung und war bewusstlos. Vitalcheck, Lagerung und Wärmehaltung wurden durchgeführt.

Die Autofahrerin klagte über Probleme am Rücken und Unwohl-sein. Fahrzeugsicherung, Kopf stabilisieren, Bodycheck, Anlegen eines Halskragens undRettung aus dem Auto.

Seit vielen Jahren beschäftigt sich Feuerwehr und Rettungsdienst mit der Befreiung von Schwerverletzten nach Verkehrsunfällen. In diesem Zusammenhang ist der Begriff golden hour of shock oder neuer golden hour of trauma jedem geläufig. Um das Leben des schwer-verletzten Traumapatienten zu retten, spielt also der Faktor Zeit die entscheidende Rolle. Zur Befreiung von Eingeklemmten gibt es die unterschiedlichsten Varianten.

Mit dem Rauteck- oder Unterarmgriff wurde die Patienten aus dem Auto gezogen und auf das Spineboard gelegt. Bei der Nachbe-sprechung wurde die Technik der Rettungsboa oder «Rescue-Snake» mit direktem Einsatz des Spineboards auf dem Fahrersitz gezeigt. Als Ret-tungsboa eignet sich auch eine Wolldecke, Lacken, Rettungsdecke, lange Jeanshose oder Abschleppseil.

Ein weiteres Fallbeispiel behandelte ein medizinisches Problem bei einem Autofahrer. Mittels Blutzuckermessung musste eine Überzuckerung festgestellt werden.

WAS IST ZU TUN:

  • Rufen Sie sofort einen Arzt
  • Patient soll sich ruhig verhalten (möglichst hinlegen)
  • Kann der Patient schlucken, soll er viel Wasser oder Tee ohne Zucker trinken