25.05.2021

Übung "Besichtigung Redog"

Auf Grund der aktuellen Coronasituation wurde die Übung in 2 Gruppen aufgeteilt, welche nacheinander auf der Trümmerpiste des Zivilschutzausbildungszentrums Allmend in Sempach zum Einsatz kamen. Die Regionalgruppe Innerschweiz der Redog führte unter Mithilfe der Sa-mariter eine Einsatzübung durch.

Zur Einführung stellte sich die Redog vor. Ihre Teams werden nach Naturkatastrophen oder nach Explosionen in der Schweiz von den Einsatzverantwortlichen, zum Beispiel Polizei oder Kantonalen Krisenstäben angefordert. In Auslandeinsätze gehen sie primär mit der Rettungs-kette Schweiz und auch mit der türkischen Rettungsorganisation GEA.

Einsatz

Die REDOG Verschüttetensuchhunde sind dazu ausgebildet, nach Naturkatastrophen unter Trümmern oder Geröll verschüttete Menschen zu lokalisieren und mit Bellen und Verharren anzuzeigen. Sie arbeiten selbständig und ausdauernd und lassen sich nicht von ihrer Arbeit ablenken. Weder von vielfältigen Gerüchen noch durch Lärm, Menschen oder Esswaren.

Alarmierung

Wird REDOG alarmiert, geht ein Teamleiter/eine Teamleiterin (Chef Ortung) mit einer Equipe bestehend aus Equipenchef/in und drei Hundeteams in den Einsatz. Bei Bedarf sind es auch mehrere Equipen. Unterstützt werden die Teams von der technischen Ortung, die mit Kamera und Horchgerät helfen, die Opfer noch genauer zu orten. Die Ortung mit technischen Mitteln und die Ortung mit der Hundenase ergänzen sich hervorragend. Die Technische Ortung kann zum Teil an Orten eingesetzt werden, die für Hunde gefährlich sind.

Zum Einstieg wurde eine Person unter den Trümmern der Übungspiste gesucht. Nach der Lo-kalisierung der Person durch Bellen wurde ein 2.Team mit Hund zur Bestätigung des Fundorts losgeschickt. Der 2.Hund kannte den Fundort des 1.Hundes nicht. Die nachfolgenden Perso-nensuche wurden jeweils schwieriger gestaltet.

 

Zum Abschluss mussten die Samariter eine Person aus einem Schacht retten, welche vor-gängig durch ein Redog-Team lokalisiert wurde. Die Patientin war ansprechbar, litt aber an ei-ner Oberschenkelfraktur. Der Zugang zur Patientin erfolgte über die Einsturzöffnung von oben und einem horizontalen, runden Schacht. Nach der Erstversorgung wurde die Patientin mittels Halskragen, Spinboard und Headblock über den horizontalen Schacht in einen grösseren Raum gezogen. Nach erneutem Bodycheck und dem Anbringen der Befestigungsspinne auf dem Board konnte die Patienten über eine schmale Treppe ans Tageslicht gebracht werden.