18.Dezember 2021

Arztvortrag "Medikamente beim Sanitätsdienst"

Der Arztvortrag wurde durch unseren Vereinsarzt Dr. Cyrill Bühlmann im Vereinslokal «Spritzehüsli» des STV gehalten.

Im neuen Reglement «Sanitätsdienst» des SSB steht wie folgt: «Auf einem Sanitätsposten dürfen ausschliesslich Medikamente abgegeben werden, deren Anwendung von einem Arzt bewilligt ist. Im Unterschied dazu darf jedem ansprechbaren Patienten bei der Einnahme seiner persönlichen Medikamente geholfen werden.»

Empfehlenswertes Grundsortiment:

Nur rezeptfreie und geschulte Medikamente von einem Arzt bewilligt und unterschriebene Kompetenzliste.

Es gibt verschiedene Arten der Medikamente (Tabletten, Zäpfchen, Tinkturen und Salben) und das Verfalldatum muss immer kontrolliert werden. Die Medikamente können in vier Formen klassifiziert werden: Feste, Halbfeste, Flüssige, Spezielle.

Sauerstoff ist eigentlich auch ein Medikament. Es wird vorwiegend eingesetzt bei Atemnot, Blutarmut / starkem Blutverlust, Herznotfälle und Rauchvergiftungen. Sauerstoffflaschen kön-nen auch gefährlich werden, wenn sie fallen gelassen werden oder Hitze ausgesetzt sind.

Schmerzmittel: Paracetamol 500 mg

Salben für Schmerzlinderung: Diclofenac, Etofenac

Kühlende Salbe: Eis, Perskindol cool

Wärmende Salbe: Dul-X, Perskindol hot

Allergien: Fenistil Gel, Fenipic Gel

Desinfektionsmittel: Octenisept, jod-/ nicht jodhaltige, NaCl 09 %

Dr. Bühlmann erachtet es sehr sinnvoll, wenn beim Sanitätsdienst ein Notfallset für Allergien eingesetzt wird, neben den EPIPEN’s, welche der Patient bei sich trägt. Dies Set muss aus folgenden Medikamenten bestehen:

·        Spiricort (2 x 50 mg)

       ·        Antiallergikum: Tavegyl (2 x 1 mg)